Faszinierende Finsternisse
Wie verläuft eine Mondfinsternis?

Genau wie bei der totalen Sonnenfinsternis gibt es auch bei der totalen Mondfinsternis verschiedene Kontakte. Allerdings unterscheidet man hier 6 Kontakte, obwohl die Zählung nicht ganz einheitlich ist.

Die Mondfinsternis beginnt, wenn der Mond den Halbschatten der Erde berührt: der 1. Kontakt. Auf der Erde kann man noch keinen Unterschied erkennen. Langsam tritt der Vollmond immer weiter in den Halbschatten.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde berührt er von außen den Kernschatten: der 2. Kontakt. Mit dem 2. Kontakt beginnt die partielle Phase. Man sieht als Beobachter eine ganz deutliche Grenze zwischen dem Teil des Mondes, der sich im Halbschatten befindet, und dem, der im Kernschatten ist. Der Bereich des Mondes, der im Halbschatten ist, ist rötlich bis normal gefärbt. Der Teil im Kernschatten ist deutlich rot-braun.

Die Totalität der Mondfinsternis beginnt, wenn der Mond völlig im Kernschatten der Erde eintaucht. Dies nennt man den 3. Kontakt. Nun wird der ganze Mond meist kupferrot bis braun.

Wenn der Mond den Kernschatten von innen her berührt, endet die totale Phase: der 4. Kontakt. Nun kommt wieder eine partielle Phase.

Danach tritt der Vollmond ganz aus dem Kernschatten: der 5. Kontakt. Nun zieht der Mond durch den Halbschatten und verliert sein leuchtendes Rot.

Ist der Mond aus dem Halbschatten gewandert, ist die Mondfinsternis völlig abgeschlossen: der 6. Kontakt.

Eine Mondfinsternis ist ein sehr langsames Ereignis. Die gesamte Finsternis dauert vom 1. Bis 6. Kontakt ungefähr sechs Stunden, aber nur in den gut drei Stunden zwischen 2. und 5. Kontakt erkennt man sie deutlich. Die Totalität kann bis zu eineinhalb Stunden lang sein. Das ist im Vergleich zur gesamten Finsternis nicht sehr viel, was daran liegt, dass der Kernschatten der Erde viel kleiner ist, als der Halbschatten.


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