Faszinierende Finsternisse
Wieso ist der Mond bei einer Mondfinsternis rötlich und nicht völlig schwarz?

Du erinnerst dich sicher, dass das, was den Mond verdunkelt, nicht wie bei der Sonnenfinsternis ein zweiter Himmelskörper ist, sondern ein Schatten. Der Erdschatten schafft es nicht, den Mond völlig zu überdecken. Das liegt daran, dass unsere Erdatmosphäre den roten Anteil des Sonnenlichtes herausbricht und in den Erdschatten wirft.

Es kann aber durchaus sein, dass der Mond bei der Finsternis fast schwarz wird. Die Farbe des Mondes während der totalen Phase der Mondfinsternis ist ein Mittel, um zu bestimmen, in welchem Zustand sich unsere Atmosphäre befindet. Dabei unterteilt man in fünf Stufen.

  • Bei Stufe Null ist der Mond in der Phase der Totalität grau bis schwarz und am Nachthimmel kaum noch zu erkennen. Dieser Zustand tritt bei Verschmutzung der Atmosphäre ein. Nach dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo 1991 auf den Philippinen, zum Beispiel, verhinderten die Staub und Aschepartikel in der Luft das Durchdringen jeglichen Sonnenlichts. Der Mond war pechschwarz.
  • Stufe eins tritt bei leichteren Verunreinigungen auf. Der Mond ist dann total verfinstert grau-braun.
  • Farbstufe zwei zeichnet sich durch einen in der Mitte dunkelroten und am Rand hell rot-rosafarbenen Mond aus.
  • Stufe drei ist die Art von Mondfinsternis, die wir in der Regel erleben. Der Mond ist rot und am Rand gelblich aufgehellt.
  • Stufe vier bezeichnet man als eine sehr helle Mondfinsternis. Einzelheiten auf dem Mond kann man noch sehr gut erkennen. Die Farbe der Mondscheibe bei Totalität ist kupfer- bis orangerot, der Rand ist dann leicht bläulich gefärbt.

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