Faszinierende Finsternisse
Gibt es Mythen zu Mondfinsternissen?

Ja, obwohl Mondfinsternisse viel weniger auffällig sind als Sonnenfinsternisse, gibt es auch zu Mondfinsternissen zahlreiche Geschichten.

Wieder einmal ist eine häufige Erklärung für das Verdunkeln ein Fressfeind.

Bei den Germanen, den Wikingern und anderen nordischen Völker meinte man, ein riesiger Wolf wäre an der Mondfinsternis Schuld. Man nannte den Wolf Hati. Das bedeutet soviel wie Hass. Der Wolf des Hasses jagte also angeblich den Mond und versuchte ihn zu verschlingen.

In China verspeist, wie bei der Sonnenfinsternis, der Drache des Chaos den Mond und gibt ihn erst wieder frei, wenn auf der Erde viel Lärm und Krach gemacht wird.

Doch in der Welt der Mythen um die Mondfinsternis gibt es noch viele andere Geschichten. In Ägypten erzählt man sich, der böse Gott Seth würde zum Zeitpunkt der Mondfinsternis versuchen, das Auge des mächtigen Horus, welches als Mond am Himmel wandert, zu stehlen.

In Griechenland heißt es, verhext eine Gruppe von unheimlichen Zauberinnen den Mond, so dass er sich blutrot färbt.

Wegen der roten Färbung dachten die Amazonas-Indianer, der Mond wurde von einem Pfeil verwundet und würde bluten. Deshalb nennt man den Mond bei einer Mondfinsternis auch Blutmond.


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